Erste Online-Vertreterversammlung der Volksbank Osnabrück eG ist erfolgreich verlaufen

„Trotz Abstand Genossenschaft gemeinsam erleben“ – unter diesem Motto fand am 02. November 2020 die erste digitale Vertreterversammlung der Volksbank Osnabrück eG statt. Die Veranstaltung wurde aus dem Kongress-Saal der OsnabrückHalle per Livestream übertragen. Die insgesamt 277 Vertreterinnen und Vertreter der Bank hatten die Möglichkeit, die Vertreterversammlung am PC, Tablet oder Smartphone zu verfolgen, über eine Chatfunktion Fragen an den Vorstand und den Aufsichtsrat zu richten sowie über eine virtuelle Wahlkabine ihre Stimme zu den anstehenden Beschlüssen abzugeben.

Wie in den Vorjahren stellten Vorstand und Aufsichtsrat den Vertretern den erfolgreichen Verlauf des Geschäftsjahres 2019 auf Basis des aktuellen Jahresabschlusses vor.

Das Geschäftsjahr 2019 in Zahlen
Ende 2019 betreute die Volksbank Osnabrück eG für ihre Kunden ein Volumen aus Krediten und Geldanlagen in Höhe von rund 1,9 Milliarden Euro. „Ein Anstieg zum Vorjahr um ca. sechs Prozent zeigt, dass wir die Geschäftsverbindungen mit unseren Kunden sowohl auf der Einlagen-, als auch auf der Kreditseite intensivieren und ausbauen konnten“, so Vorstandsmitglied Beate Jakobs. „Der auch in unserer Region langanhaltende Immobilienboom schlägt sich in unserer Bilanz durch ein ansteigendes Baufinanzierungsgeschäft nieder. Mit Baufinanzierungen in Höhe von 67 Millionen Euro konnten wir im Jahr 2019 die Ergebnisse der Vorjahre deutlich übertreffen“, führte Beate Jakobs aus.

Vorstandsmitglied Heiko Engelhard erklärte, dass sich der Zinsüberschuss um 500.000 Euro auf 15,1 Millionen Euro reduziert habe. Den Provisionsüberschuss konnte die Bank auf dem hohen Niveau der letzten Jahre halten. „Dennoch haben wir einen Ergebnisrückgang zu verzeichnen, der insbesondere von dem anhaltenden Niedrigzinsniveau geprägt wird“, so Heiko Engelhard. Auf der Kostenseite hatte die Bank im Jahr 2019 Sondereffekte zu verzeichnen, z.B. für die Immobilienprojekte (Winkelhaus und Umbau Domhof), aber auch zur Umsetzung der voranschreitenden Digitalisierung. So wurden z. B. die Kreditakten digitalisiert, PenPads für digitale Unterschriften in den Filialen angeschafft und die Telefonanlage zur Verbesserung der Kundenerreichbarkeit modernisiert.

Die Bilanzsumme stieg um rund 4 Prozent auf 818 Millionen Euro an. Die Mitgliederquote lag konstant bei rund 60 Prozent.

Unsere Verantwortung für die Region
Das genossenschaftliche Engagement in der Region liegt der Volksbank Osnabrück eG ganz besonders am Herzen. „Im vergangenen Jahr haben wir in unserem Geschäftsgebiet 110 Projekte mit einem Gesamtvolumen von ca. 170.000 Euro gefördert. Wir meinen, dass das, was wir mit unserer Genossenschaft erwirtschaften, auch den Menschen und Organisationen in der Region zugutekommen soll“, erzählte Beate Jakobs stolz. Mehr als 7,5 Millionen Euro flossen im vergangenen Jahr in Form von Gehältern, Steuern an die Kommunen, Spenden und Sponsoring in die Region zurück.

Ein wichtiger Meilenstein für die Bank war der Umzug der Verwaltungszentrale Ende August 2020 in das Winkelhaus in der Netter Heide. „Wir fühlen uns nach den ersten Wochen sehr wohl und freuen uns über den neuen Standort, auch wenn wir der aktuellen Situation Rechnung tragen und leider ohne einen Tag der offenen Tür für unsere Kunden und Geschäftsfreunde einziehen mussten. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben“, so Beate Jakobs.

Der Genossenschaftsverband Weser-Ems bescheinigte der Bank einen insgesamt mängelfreien Prüfungsbericht. Die Bank konnte in einem herausfordernden Marktumfeld wieder ein gutes Geschäftsergebnis erzielen.

Corona und die Folgen
Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Ergebnis 2020 seien noch nicht abschließend zu beurteilen, fallen nach derzeitigem Erkenntnisstand für das aktuelle Geschäftsjahr aber wohl geringer aus, als noch nach dem ersten Quartal befürchtet erklärte Heiko Engelhard. Das umfassende Pandemie- und Hygienekonzept zum Schutz von Mitarbeitern und Kunden habe bislang erfolgreich funktioniert. Die Absatz- und Vertriebsziele 2020 werden nach jetzigem Stand überwiegend erfüllt. „Alles in allem sind wir für das aktuelle Jahr verhalten zuversichtlich. Die wirtschaftlichen Auswirkungen sind damit aber nicht bewältigt. Die Coronakrise wird uns alle in den kommenden Geschäftsjahren noch weiter begleiten und sicher auch belasten“, so Heiko Engelhard weiter.

3 % Dividende für 2019

Der Bilanzgewinn 2019 beträgt 822.449 Euro. Vorrangiges Ziel, das auch die Bankenaufsicht empfehle, müsse es sein, für die anstehenden pandemiebedingten Herausforderungen die Bankrücklagen zu stärken, führte Heiko Engelhard aus. Zugleich gehöre die Beteiligung der Mitglieder am wirtschaftlichen Erfolg der Bank – eine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit vorausgesetzt – aber zu den Eckpfeilern der genossenschaftlichen Idee. Mit Blick auf die wirtschaftliche Stärke der Volksbank Osnabrück eG schlugen Vorstand und Aufsichtsrat deshalb vor, eine gegenüber dem Vorjahr reduzierte Dividende auszuschütten. Die Vertreterversammlung folgte dem Vorschlag und beschloss für das Jahr 2019 eine Dividende von 3 %. Darüber hinaus konnten die Rücklagen weiter nachhaltig gestärkt werden.

Dem Vorstand und dem Aufsichtsrat wurde für das abgelaufene Geschäftsjahr einstimmig Entlastung erteilt.

Änderungen der Satzung und der Wahlordnung beschlossen

Darüber hinaus beschloss die Vertreterversammlung Änderungen der Satzung und der Wahlordnung, um auch für die Folgejahre die Möglichkeit einer virtuellen Vertreterversammlung und Vertreterwahl sicherzustellen. In diesem Jahr hatte das Covid 19-Gesetz diese Voraussetzungen geschaffen. Die Bank stellte aber klar, dass sie auch zukünftig Präsenzveranstaltungen immer präferieren werde.

Zudem wurde der Wahlausschuss für die anstehenden Vertreterwahlen wie vorgeschlagen gewählt.

Verabschiedung und Ehrung unserer Aufsichtsratsmitglieder

Bei den anschließenden Wahlen zum Aufsichtsrat wurden die Aufsichtsratsmitglieder Josef Brümmer und Ernst Meyermann für drei weitere Jahre gewählt. Dagegen schieden Albert Brandmann – altersbedingt – und Fritz Graf – aus persönlichen Gründen – aus dem Aufsichtsrat aus. Der Aufsichtsratsvorsitzende Thomas Nülle verabschiedete beide mit ausdrücklichen Dankesworten für die jahrelange, vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Für seine mittlerweile 25-jährige Tätigkeit im Aufsichtsrat erhielt Werner Tarner eine Ehrenurkunde sowie die silberne Ehrennadel des Genossenschaftsverbandes.
„Auf eine persönliche Umarmung müssen Sie heute leider verzichten. Herzlichen Dank für Ihr Engagement. Bleiben Sie weiterhin aktiv und kreativ dabei“, gratulierte Thomas Nülle.

Zum Abschluss der Veranstaltung dankte Thomas Nülle den Vertreterinnen und Vertretern für ihre Online-Teilnahme verbunden mit der Hoffnung, sich im nächsten Jahr wieder persönlich sehen zu können.