Vorstandsveränderung bei der Volksbank Osnabrück eG

Heiko Engelhard wurde vom Aufsichtsrat der Volksbank Osnabrück eG mit Wirkung zum 1. April 2017 zum neuen Vorstandsmitglied bestellt.

Der 51-Jährige tritt damit die Nachfolge von Udo Herz an, der Ende des Jahres, mit seinem Eintritt in den Ruhestand, als Vorstandsmitglied ausscheiden wird.

Heiko Engelhard ist ein „Kind der Region“. Geboren in Osnabrück hat er nach einer Ausbildung zum Sparkassenkaufmann und anschließendem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Osnabrück sein Berufsleben bei verschiedenen Sparkassen in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen verbracht. Von 2006 bis 2016 war er in der Funktion eines Bereichsleiters bei der Sparkasse Osnabrück für die interne Unternehmenssteuerung zuständig.

Derzeit verantwortet Herr Engelhard bei der Volksbank Osnabrück eG die Bereiche Kredit, Betrieb, Personal und Marketing. Nach dem Ausscheiden von Udo Herz wird er ab 1. Januar 2018 zusätzlich die Unternehmenssteuerung und die Innenrevision übernehmen.

Heiko Engelhard freut sich auf seine neue Aufgabe. Dabei steht die Kontinuität im Vordergrund seines Handelns. „Die Volksbank Osnabrück eG ist auf einem guten Kurs. Sie ist eine wichtige Institution in der Stadt und im Landkreis Osnabrück, ein vertrauensvoller Partner ihrer Mitglieder und Kunden sowie ein wichtiger und verlässlicher Motor für die heimische Wirtschaft. Diese Stärken zu bewahren und gleichzeitig für die Zukunft immer wieder passgenau auszurichten, sehe ich als Auftrag für meine Arbeit“, betont er.

Interview mit Herrn Engelhard

1)    Herr Engelhard, stellen Sie sich doch zunächst einmal kurz vor.
Ich bin vor 51 Jahren in Osnabrück geboren worden, verheiratet und habe zwei Kinder. Nach einigen Jahren, die meine Familie und ich beruflich bedingt in Hildesheim und Münster verbracht haben, bin ich vor 11 Jahren wieder nach Osnabrück zurückgekehrt.

2)    Wie sind Sie zur Volksbank Osnabrück eG gekommen? Wie war Ihr Werdegang?
Meine ersten beruflichen Schritte beginnen ursprünglich in der Sparkassenorganisation. Nach meiner Schulausbildung in Osnabrück habe ich zunächst eine Ausbildung bei der damaligen Kreissparkasse Osnabrück absolviert und anschließend an der Universität Osnabrück Betriebswirtschaftslehre studiert. Nach einem Studium stellt man sich dann ja die Frage, wo man seinen Berufseinstieg sucht. Trotz verlockender Alternativen habe ich mich damals bewusst dafür entschieden, in einer regional verankerten Bank, damals die Sparkasse Herford, zu beginnen. Und ich muss sagen, dass ich bis heute froh bin, damals diese Wahl getroffen zu haben. Denn der regionale Bezug und die Einbindung in die Bevölkerung empfinde ich seit jeher als besonderen Ansporn für meine Arbeit. Es vermittelt nämlich eine ganz besondere Identität.  

Mein weiterer Werdegang verlief dann über berufliche Stationen in den Sparkassen Hildesheim und Münster sowie für eine Zeit in einem Beratungsunternehmen für Sparkassen und Genossenschafts¬banken in Köln. Im Jahr 2006 schließlich bin ich dann nach Osnabrück zurückgekehrt und war 10 Jahre lang bei der Sparkasse Osnabrück in der Funktion eines Bereichsleiters für die interne Unternehmenssteuerung der Sparkasse verantwortlich.  
Seit dem 1. April 2017 bin ich nun als Vorstandsmitglied bei der Volksbank Osnabrück eG tätig.

3)    Für welche Bereiche sind Sie verantwortlich?
Ich übernehme sukzessive die Aufgaben von meinem Vorstandskollegen Udo Herz, der ja zum 31.12.2017 in den wohlverdienten Ruhestand wechseln wird. Etwas vereinfacht umfasst dies die internen Steuerungsaufgaben der Bank, also die Kreditsachbearbeitung und -risikoüberwachung, die Organisation, IT, Revision, das Controlling und das Marketing. Neben der Zusammenarbeit mit Herrn Herz führe ich die Geschäfte noch mit meiner Vorstandskollegin Beate Jakobs, die im Wesentlichen die Marktseite, also die Betreuung unserer Privat- und Firmenkunden verantwortet. Aber natürlich ist da ein großer Austausch zwischen uns, denn ich finde es wichtig, dass wir Entscheidungen im Vorstand selbstverständlich gemeinsam treffen.

4)    Was haben Sie sich als neuer Vorstand vorgenommen, welche Ziele haben Sie sich gesetzt?
Nun, zunächst einmal ist die Volksbank Osnabrück eG auf einem guten Kurs. Ich möchte gemeinsam mit Frau Jakobs und Herrn Herz dazu beitragen, dass wir auch weiterhin ein kompetenter und verlässlicher Partner für unsere Mitglieder und Kunden und ein attraktiver Arbeitgeber für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bleiben. Dabei wollen wir uns auch zukünftig konsequent an den Kundenbedürfnisse ausrichten. Und da gibt es eine ganze Reihe von aktuellen Themen. Das momentane Niedrigzinsniveau zum Beispiel trifft unsere Kunden in wichtigen Fragen des Vermögensaufbaus und der Altersvorsorge. Bei den klassischen Geldanlagen decken die Zinsen nicht mehr die Inflation, was bei den Sparern zu einem realen Vermögensverzehr führt. Das kommt zunehmend im Bewusstsein der Kunden an, die uns nach Alternativen fragen. Allerdings fällt es vielen Kunden noch schwer, sich anderen Formen der Geldanlagen zu öffnen, gerade wenn sie wenig Erfahrung darin haben. Umso mehr braucht man in diesen Zeiten einen kompetenten Partner, dem man vertrauen kann. Wer könnte das besser sein, als der Kundenberater vor Ort, den man seit vielen Jahren kennt. Ich glaube deshalb, dass wir in diesen besonderen Zeiten ein wichtiger Partner mit passgenauen Lösungen für unsere Kunden sein können.

Das zweite wichtige Thema ist die Digitalisierung. Sie hat das Herangehen der Menschen an Alltagsfragen verändert – auch in Bankgeschäften. Smartphone-Apps sind für viele von uns, auch für mich, ein täglicher Begleiter geworden und machen viele Dinge sehr einfach und bequem. Hier können wir noch besser zeigen, dass wir tolle Lösungen haben. Vor allem sind wir als Bank der Region in der Lage, diese Innovationen anzubieten, ohne den persönlichen Service und das menschliche sowie wertschätzende Miteinander aufzugeben. Und das Wichtigste dabei ist:  Unsere Lösungen sind sicher und der Kunde kann sich darauf verlassen, dass mit seinen Daten verantwortungsvoll umgegangen wird. Denn genau das ist im Zeitalter der Digitalisierung die Achillesferse vieler vermeintlich innovativer und kostengünstiger Angebote. Bequemes und persönliches Banking mit einem Höchstmaß an Sicherheit und Vertrauen – das bekommen Sie nur bei Ihrer Bank vor Ort.

Und nicht zuletzt zeichnet uns eine langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren gewerblichen Kunden aus. Wir wissen von unseren Firmenkunden, wie sehr diese die persönliche Verbindung zu ihrer Hausbank schätzen, die ihnen mit schnellen und kreativen Lösungen partnerschaftlich und langfristig zur Seite steht. Das wollen wir ebenfalls weiter ausbauen und stärken. Weil die Europäische Zentralbank derzeit den Finanzsektor mit Liquidität geradezu überhäuft, haben manche Banken diese Kunden gerade im Kreditgeschäft für sich wiederentdeckt und versuchen mit aggressiven Angeboten, die Kunden zu umwerben. Aber sind diese Banken immer noch da, wenn die Europäische Zentralbank ihre Politik ändert oder die Bankzentrale in einer fernen Metropole den nächsten ‚Strategiewechsel‘ verkündet? Auf uns können sich unsere Kunden verlassen – gestern, heute und auch morgen. Wir sind froh und dankbar, dass unsere Kunden das wissen und wollen dieses Vertrauen jeden Tag mit einer noch besseren Leistung zurückzahlen.

5)    Wie verbringen Sie Ihre Freizeit am liebsten?
Privat bin ich vor allem ein Familienmensch. Meine Frau und meine beiden Töchter stehen im Mittelpunkt. Am Wochenende sind wir daher häufig mit einem großen Bekanntenkreis im Osnabrücker Land unterwegs und erkunden die vielen Freizeitmöglichkeiten, sei es zu Fuß oder mit dem Rad. Stadt und Landkreis Osnabrück haben da eine ganze Menge zu bieten und auch im Vergleich zu anderen Regionen einen hohen Freizeitwert. Daneben jogge ich gern. Ein paar Volksläufe sind pro Jahr auch dabei, allerdings nur noch bis zur Halbmarathondistanz. (Lacht) Je älter man wird, umso intensiver muss man sich darauf vorbereiten, denn irgendein Knochen ‚zwickt‘ inzwischen immer. Aber dennoch versuche ich diese Zeit des Ausgleichs zum Abschalten  in meinen Alltag einzubauen.  Und natürlich gehört auch der monatliche Doppelkopf-Abend oder das gemeinsame Wanderwochenende mit Freunden einmal im Jahr dazu.

6)    Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt. Was ist Ihr persönlicher Antrieb?
Bei mir ist es vor allem der persönliche Kontakt mit anderen Menschen. Ich finde es privat wie beruflich wichtig und spannend, Menschen um mich zu versammeln, Freunde zu haben, zu helfen und mir helfen zu lassen, Meinungen auszutauschen und gemeinsam abzuwägen. Ich vertraue Menschen und freue mich, wenn Menschen mir vertrauen. Und mein Antrieb daraus ist es, dem Vertrauen gerecht zu werden.  Deshalb bin ich auch aus vollem Herzen Banker in einer Bank vor Ort. Hier stehen nämlich die Menschen im Vordergrund – sei es als Einwohner und Berufstätige der Region oder als Mitglieder, Kunden und Mitarbeiter. Und mit diesen Menschen jeden Tag etwas Gemeinsames aufzubauen, macht mir ungemein viel Spaß – und ist für mich ein toller Antrieb!