VR-Stiftung und Volksbank Osnabrück eG fördern Zoo Osnabrück mit 10.000 Euro

Besucher des Osnabrücker Zoos können ab Mitte 2017 Fledermäuse im „Unterirdischen Zoo“ beobachten. Dank einer großzügigen Förderung der VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland sowie der Volksbank Osnabrück eG in Höhe von insgesamt 10.000 Euro kann der Zoo in der Bodentierwelt eine Fledermausgrotte errichten.

Für das besondere Projekt stellt die VR-Stiftung 9.000 Euro zur Verfügung und die Volksbank Osnabrück eG rundet den Betrag um 1.000 Euro auf 10.000 Euro auf. „Unsere Fördermittel gehen grundsätzlich unmittelbar an gemeinnützige Zwecke, unter anderem zur Förderung von Bildung sowie von Natur- und Umweltschutz. Da bietet sich die Unterstützung des Zoo Osnabrück natürlich an: Sowohl der Artenschutz als auch die Vermittlung von Wissen gehören zu den elementaren Aufgaben von Zoos und werden am Schölerberg sehr ernst genommen“, so Harald Lesch, Vorstandsvorsitzender der VR-Stiftung. Gemeinsam mit Beate Jakobs, Vorstandsmitglied der Volksbank Osnabrück eG, überreichte er am Donnerstag, dem 03.11.2016, den symbolischen Spendenscheck über 10.000 Euro. „Uns ist es zudem wichtig regionale Projekte zu fördern, die den Menschen hier vor Ort zugutekommen. Der Zoo Osnabrück ist für die Bürger ein Ort der Erholung und Freizeit. Da es für den Zoo nicht einfach ist, sich selbst zu finanzieren, unterstützen wir die Einrichtung sehr gerne, damit sie den Menschen in der Region erhalten bleibt“, so Jakobs.

Zoogeschäftsführer Andreas Busemann bedankte sich bei beiden Institutionen: „Derartige Förderungen sind für den Zoo sehr wichtig, da wir uns fast nur durch Eintrittsgelder, Sponsoring und Spenden finanzieren müssen. Ohne zusätzliche Unterstützung könnten wir gerade Bauprojekte nicht realisieren.“ Für den Zoogeschäftsführer ist die Förderung gleich doppelter Grund zur Freude, wie er erklärt. „Der ‚Unterirdische Zoo‘ liegt mir sehr am Herzen. Wir bringen den Besuchern dort den oft vergessenen Lebensraum Boden näher und haben zudem eine Verbindung zum benachbarten Museum geschaffen, das ebenfalls das Thema Boden aufgreift. Mit der Fledermausgrotte können wir wieder vermehrt Besucher in den ‚Unterirdischen Zoo‘ locken und auf das Thema Bodenschutz aufmerksam machen.“

Neue Zoobewohner: Blumenfledermäuse

Bei den neuen Zoobewohnern handele es sich um Blumenfledermäuse, wie der wissenschaftliche Mitarbeiter Tobias Klumpe erklärt. „Blumenfledermäuse gehören zu den kleineren Fledermausarten – sie werden zwischen 5 bis 9 Zentimeter groß. Angst vor ‚kleinen Vampiren‘ braucht kein Besucher zu haben, denn sie sind ‚Vegetarier‘ und ernähren sich von Blütennektar“, schmunzelt er. Bevor die kleinen Säugetiere einziehen können, müssen einige Umbauarbeiten vorgenommen werden. Zur Fledermausgrotte umgebaut wird der hintere Teil des „Unterirdischen Zoos“, insgesamt eine Fläche von 29 Quadratmetern. „Blumenfledermäuse brauchen eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit von rund 75 Prozent, deswegen müssen wir eine Benebelungsanlage installieren und Boden und Wände imprägnieren. Sie bekommen dann auch noch Komfortplätze mit Wärmelampen.“ Die Kosten für den Umbau, den die Zoohandwerker durchführen, werden sich auf rund 23.000 Euro belaufen, so Klumpe. Die restlichen 13.000 Euro wird der Zoo aus Eigenmitteln aufbringen.

Besucher werden die fünf bis zehn Säugetiere durch große Scheiben beobachten können. Den Tag-Nacht-Rhythmus der eigentlich nachtaktiven Fledermäuse wollen die Zoomitarbeiter, wenn notwendig, mithilfe von Fütterungen und zusätzlicher Beleuchtung ähnlich wie in Nachttierhäusern in anderen Zoos umdrehen. Bislang ist die Tierart, die in Süd- und Mittelamerika beheimatet ist, in fünf deutschen Zoos vertreten.

Der Umbau soll zum Jahreswechsel starten und Mitte 2017 abgeschlossen sein. 

Über den Zoo Osnabrück

Der Zoo Osnabrück wurde 1935 als Arbeitsgemeinschaft Heimtiergarten von Osnabrücker Bürgern gegründet und bereits 1936 als Heimattiergarten eröffnet. Während des zweiten Weltkriegs wurde der Heimattiergarten größtenteils zerstört, doch anschließend verfolgten die Osnabrücker weiterhin ihr Ziel, für die Stadt einen Zoo zu schaffen. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich der Heimattiergarten zum Tiergarten und schließlich zum zoologischen Garten. Heute beherbergt der Zoo auf 23,5 Hektar über 3.627 Tiere aus 295 Arten. Neueste Erlebniswelten sind der unterirdische Zoo (2009), die afrikanische Erlebniswelt „Takamanda“ (2010), die nordische Tierwelt „Kajanaland“ (2011) und der Affentempel „Angkor Wat“ (2012). 2014 wurde der Tigertempelgarten im Bereich „Angkor Wat“ eröffnet. Bis Ostern 2017 soll das Menschenaffenhaus im gleichen Stil umgebaut werden. Eine nordamerikanische Tierwelt soll bis 2018 realisiert werden. 2015 besuchten den Zoo Osnabrück 1.015.000 Besucher.

Die NOZ berichtete am 04.11.2016