Weltspartag am 29. und 30. Oktober 2015

Einer der wichtigsten Termine im Bankenjahr steht wieder an: Am 29. und 30. Oktober findet in diesem Jahr der Weltspartag in der Volksbank Osnabrück eG statt. Für Kinder und Jugendliche bedeutet der Weltspartag neben den Geschenken auch, ein Gefühl dafür zu bekommen, was es bedeutet, zu sparen und wie schnell sich eine kleine Summe ansparen lässt.

Seit wann gibt es eigentlich Spardosen?

Spardosen können ganz unterschiedlich aussehen: wie Schatztruhen, Telefonzellen, Autos, Bären und ganz oft wie Schweinchen.
In Euskirchen bei Köln benutzte Ritter Wilhelm Spies von Büllesheim auf seiner Burg Schweinheim um Jahr 1576 als Erster ein Sparschwein. Ob das stimmt, weiß niemand genau. Tatsächlich wurden hier die ältesten Reste eines Sparschweins gefunden, in dem eine Münze aus der Zeit des Ritters lag. Ein Sparschweindenkmal erinnert heute noch daran.

Noch älter, aber ohne Münzen in seinem Bauch, ist das Sparschwein, das in Billeben in Thüringen entdeckt wurde. Forscher meinen, dass dieses Sparschwein bis zu 1000 Jahre alt sein könnte. Im Mittelalter tauchten die ersten Tierformen als Spardosen auf. Zuvor waren es meistens einfache eiserne Behälter, die mit einem Vorhängeschloss gesichert wurden.

Warum haben Spardosen so oft die Form von Schweinen?

In früheren Zeiten galten Schweine als Glücksbringer und als Symbole für Fruchtbarkeit und Reichtum: Schweine vermehren sich schnell, sind beim Fressen genügsam und sorgen mit ihrem Fleisch dafür, dass die Besitzer keinen Hunger leiden. In anderen Ländern gibt es seit Langem auch Spardosen, die nach anderen Tierarten geformt sind: zum Beispiel der Goldesel oder die auf dem Nest sitzende Henne.

Bei vielen Genossenschaftsbanken – wie den Volksbanken und Raiffeisenbanken – waren lange Zeit die Biene oder auch ein Bienenkorb ein beliebtes Motiv. Die Biene stand vor allem als Symbol für Tüchtigkeit und Fleiß.

Fast 2200 Jahre alt ist die Spardose, die bei Ausgrabungen in Priene auf dem Gebiet der heutigen Türkei gefunden wurde. Sie ist aus Stein, sieht wie ein verkleinerter griechischer Tempel aus und besitzt einen Schlitz zum Einwerfen von Münzen. Ein solches Schatzhaus wurde damals Thesauros genannt. Daraus hat sich im Laufe der Zeit ein Begriff für eine besonders große und sichere Spardose entwickelt, die es heute auch in jeder Bank gibt: Tresor.